KIRCHGEMEINDEPARLAMENT

 
 
 

Lange Debatte im Kirchgemeindeparlament  -  Budget 2012 ist verabschiedet

 
 

 

 

 

An der vierten ordentlichen Session des Kirchgemeindeparlamentes Emmen vom Mittwoch, 30. November 2011, wurde hart debattiert. Vor allem die Umwandlung des Pilotprojekts Sozialberatung in ein dauerhaftes Angebot der Kirchgemeinde gab Anlass für grosse Diskussionen.

 

 

 

im Bild: Pascale Amrein-Senn, Parlamentspräsidentin

 
 

Das Pilotprojekt Sozialberatung der vier Pfarreien wurde im letzten Jahr lanciert und die Sozialarbeiterinnen haben ihre Arbeit im November 2010 aufgenommen, um im Sinne der Diakonie die Grundaufgabe der Kirche wahrzunehmen. Ziel davon ist, Menschen die durch alle sozialen Netze fallen, zu betreuen und ihnen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Die Sozialberatung arbeitet denn auch eng mit den anderen Behörden der Gemeinde Emmen zusammen. Der Pilot wurde von Werner Riedweg von der Hochschule für Soziale Arbeit begleitet und im Anschluss analysiert. Diese Analyse ergab ein positives Ergebnis. Der Kirchenrat stellte dem Parlament deshalb den Antrag, das nun abgeschlossene Pilotprojekt in ein fixes Angebot der Kirchgemeinde Emmen zu überführen. Die Parlamentarier und Parlamentarierinnen zweifelten nicht an der Notwendigkeit und der Qualität des Pilotprojekts Sozialberatung. Doch zeigten die verschiedenen Voten, dass dem Parlament für die definitive Einsetzung noch grundlegende Informationen fehlen. Deshalb wollten sie den Pilot um ein Jahr verlängern. Nach eingehender Debatte entschloss sich das Parlament, die Sozialberatung einzuführen, verlangte jedoch vom Kirchenrat einen ausführlichen Halbjahresbericht.

 

Steuerfuss bleibt auf Vorjahresniveau

Das Kirchgemeindeparlament genehmigte eine Kirchensteuer von 0,30 Einheiten abzüglich 5 Prozent Steuerrabatt, was netto 0.285 Steuereinheiten entspricht, einstimmig. Die Geschäftsprüfungskommission des Kirchgemeindeparlamentes unterstützte den Kirchenrat in der Festlegung des Steuerfusses. Obwohl sich die Steuereinnahmen mit dem Belass der Steuereinheiten auf dem Niveau des Vorjahres verringern, sah die GPK von einer Empfehlung für Erhöhung ab. Das Parlament genehmigte auch die Laufende Rechnung mit einem Gesamtaufwand von 6`483`800.- Franken und einem Gesamtertrag von 6‘394‘400.- Franken. Daraus resultiert ein Defizit von 89`400.- Franken. Dieses Minus ist für das Parlament vertretbar, da in den letzten Jahren jeweils ein Überschuss erzielt wurde und die Kirchgemeinde Emmen das voraussichtliche Defizit dank ihrem Eigenkapital von 3,4 Millionen Franken verkraften kann.

 

Renovation des Pfarreisaales Bruder Klaus

Die Investitionsrechnung für das nächste Jahr sieht Ausgaben in der Höhe von 320‘000.- Franken vor. Diese Summe wird in erster Linie für die Renovation des Pfarreisaales Bruder Klaus verwendet. Dort werden dringend notwendige Sanierungen der Küche und des Saals, sowie der Einbau einer Behindertentoilette vorgenommen. Damit sind in Zukunft alle vier Pfarreien mit behindertengerechten Toiletten ausgerüstet. Zudem steht im Kirchenrat eine Strategieplanung für die Immobilien und die Infrastruktur der Kirchgemeinde an. Ein Bericht der Firma Rohner Engineering AG über den Zustand und dem Investitionsbedarf der Liegenschaften der Kirchgemeinde Emmen zeigt die Stossrichtung auf. Im nächsten Jahr wird der Kirchenrat die strategische Ausrichtung planen und zieht dazu punktuell Fachpersonen zu. Zur Kenntnis genommen hat das Parlament auch den Finanzplan 2013-2016 und das Jahresprogramm 2012 des Kirchenrates (inkl. Investitions- und Aufgabenplan 2012-2016).

 

Voranschlag 2012 herunterladen:  Voranschlag 2012.pdf  


 
 
 

Neue KGP-Geschäftsordnung verabschiedet

 

  

Das Kirchgemeindeparlament Emmen hat in seiner Session vom 21. September 2011 die neue Geschäftsordnung einstimmig verabschiedet. Damit liegt nun die Grundlage für die weitere parlamentarische Arbeit vor.

Die Geschäftsordnung wurde von einer Kommission unter der Leitung von Julia Fässler, Fraktion Bruder Klaus, überarbeitet. Zu Grunde lag der Kommission die provisorische Geschäftsordnung, die der Kirchenrat im letzten Jahr vor der Einführung des Kirchgemeindeparlaments erstellt hatte. In der Überarbeitung erfuhr in erster Linie die Systematik eine Veränderung.

 


 
 
 

Kirchgemeindeparlament sagt Ja zur Rechnung 2010

 

Das mit der Neuorganisation im Jahre 2010 eingesetzte 24-köpfige Kirchgemeinde-parlament der römisch-katholischen Kirchgemeinde Emmen musste sich an der Session vom 18. Mai erstmalig mit der Rechnung beschäftigen, und hat diese nach einer gut einstündigen Debatte einstimmig gutgeheissen.

 

Die Laufende Rechnung der Kirchgemeinde Emmen für das Jahr 2010 schliesst bei einem Aufwand von rund 6.9 Millionen Franken, trotz tieferen Steuererträgen gegenüber dem Voranschlag, mit einem Ertragsüberschuss von 150'950 Franken ab. Budgetiert waren 50'800 Franken. Die positive Abweichung zum Budget besteht einerseits aus der Auflösung einer Steuerrückstellung von 165'000 Franken und andererseits aus Minderausgaben von etwa 260’000 Franken. Bei der Verwendung des Ertragsüberschusses folgte das Kirchgemeindeparlament dem Antrag des Kirchenrates und des Kirchmeiers und beschloss einstimmig, für rund 144'000 Franken zusätzliche Abschreibungen auf den Liegenschaften des Verwaltungsvermögens vorzunehmen, und die restlichen 7'000 Franken dem Eigenkapital zuzuweisen. Zudem hat das Parlament neben der bereits erwähnten Laufenden Rechnung die Bestandesrechnung und die Investitionsrechnung 2010 einstimmig verabschiedet. Der Jahresbericht 2010 des Kirchenrates hat das Parlament zur Kenntnis genommen.

 

Rechnungsablage 2010 herunterladen: RECHNUNG 2010.pdf